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Warzen und Rippen

 

 

In der Regel haben Kakteen Warzen oder Rippen, oder einige Zwischenformen. Dabei ist noch nicht genau geklärt aus was sich diese beiden Evolutionär entwickelt haben. Eine Theorie besagt, dass sich die Warzen aus der Rinde entwickelt haben. Eine andere Theorie geht davon aus, dass sich die Blattbasen, bei der Reduktion der Blätter, vergrößert haben. Für diese Theorie spricht, dass die Leitungsbahnen, Spaltöffnungen und Pallisadenzellen schon vorhanden waren, im Gegensatz zur Rinde in der sich dies alles hätte entwickeln müssen.

 

Zwischen den Warzen (Podarien) ist noch die „echte“ Rinde zu finden. Dies kann besonders gut beobachtet werden, wenn ein etioliertes (vergeiltes) Exemplar angeschaut wird.

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Mammillaria spinosisima cv. uno picto

 

Wenn sich die Podarien immer enger zusammen schieben und schließlich zusammen wachsen spricht man von Rippen. Ein schönes Exemplar für Rippen ist die Gattung Stenocactus, bei dieser Gattung liegen die Rippen sehr eng beieinander.

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Stenocactus cripatus lamellosus

 

Dabei haben die Rippen neben der Vergrößerung der Photosynthese-Fläche noch eine weitere wichtige Funktion. Wenn bei der Wasseraufnahme oder –abgabe sich das Volumen verändert, gehen die Rippen zusammen oder auseinander wie bei einer Ziehharmonika. Dabei ändert sich nur der Winkel der Rippen, die Oberfläche bleibt immer gleich.

 

Eine Sonderform der Rippen sind die sogenannten Blattkakteen. Dabei hat sich die Anzahl der Rippen auf zwei reduziert. Also sind die „Blätter“ keine Blätter sonder Sprosse, die von einer runden zu einer flachen Form umgewandelt worden sind. Zusätzlich sind die Rippen angewachsen, um die Photosynthese-Fläche noch weiter zu vergrößern.

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Epiphyllum strictum