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Freilandkakteen pflanzen

 

Ungläubiges Erstaunen lösen vom Schnee bedeckte Sukkulenten im Garten bei manchem Betrachter aus. Doch die Freilandkultur von Kakteen ist auch in unseren Breitengranden möglich.

 

Bei uns winterharte Sukkulenten kommen aus den Hochlagen Nordamerikas bis Kanada, den Hochlagen der Anden in Südamerika bis nach Feuerland, selbst in den europäischen Alpen sind Hauswurz Sempervivum und Mauerpfeffer Sedum zuhause und in Asien beispielsweise Orostachys-Arten. Weit über 100 Arten sind geeignet und noch viel mehr Kreuzungen, die vor allem bei Hauswurz- und Kakteenarten die schönsten Farben und Formen zeigen und an unsere Lebensbedingungen bestens angepasst sind.

 

 

 

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Winterharte Kakteen von Schnee bedeckt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den besten Platz finden

Grundvoraussetzung ist viel Licht und direkte Sonne für mindestens ein paar Stunden am Tag. Der Boden darf nicht zu Staunässe neigen und Windschutz kann von Vorteil sein.

Optimal sind die Stellen im Garten, die für andere Pflanzen Problemzonen wegen Trockenheit und Wärme darstellen: das Beet unter dem Dachüberstand einer nach Süden exponierten Hauswand, die Trockensteinmauer oder das nach Süden geneigte Pflanzbeet. Der Steingarten bietet sich für „Winterharte“ ebenso an, wie Tröge, Schalen, Balkonkästen oder der unbeheizte Wintergarten. Pflanzt man Gefäße müssen diese natürlich auch frostfest sein.

 

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Beet mit Winterharten

 

Anlage eines Pflanzbeetes

Wenn der Boden nicht von allein optimale Bedingungen bietet, so können diese hergestellt werden.

 

  • Guten Wasserabzug erreicht man durch eine Drainageschicht aus grobem Schotter oder Kies. An sehr feuchten Stellen sollte diese Schicht mit einem Drainvlies abgedeckt werden, um das Einwandern von Feinerde zu vermeiden, was die Wasserableitung behindert.

 

  • Die Pflanzerde selbst sollte 20-30cm Tiefe aufweisen und je nach Schwere des Bodens mit 1/3 bis 2/3 mineralischen Bestandteilen verbessert werden (Lava, Bims, Sand, Kies, gebrochener Blähton). Reine Sandböden verbessert man mit 1/3 guter Gartenerde, Kompost oder Torf.

 

  • Der Trick mit Bändchengewebe: bei Gefahr von Wurzelunkräutern hat es sich bewährt, die Erde mit einem wasserdurchlässigen aber sehr stabilen Plastik-Gewebe vor dem Pflanzen abzudecken. Die anschließende Mineralschicht lässt das schwarze Material verschwinden. Gepflanzt wird, indem das Bändchengewebe im Bereich des Pflanzlochs eingeschnitten wird. Wurzelunkräuter können die Folie von unten nicht durchwachsen und auskeimende Unkräuter werden gehindert tief einzuwurzeln.

 

  • Als oberste Schicht deckt man nach dem Pflanzen mit 3 – 5cm grobem mineralischem Material ab. Lava, Kies, Granitgrus sind dafür gut geeignet. Diese Schicht dient der raschen Erwärmung des Bodens sowie der guten Durchlüftung. So trocknet der Wurzelhals auch bei längeren Regenperioden rasch ab was Fäulnis verhindert. Von Vorteil ist auch der Unkraut verhindernde Effekt einer solchen Schicht groben Abdeckmaterials. Durch die rasche Abtrocknung verkümmern auskeimende Unkräuter, größere lassen sich bequem herausziehen.

 

  • Zur Gestaltung und um ein günstiges Mikroklima zu fördern können größere Steine, Kies, Schotter oder dekorative Felsbrocken mit eingebaut werden.

 

  • Mobilen Regenschutz selber bauen. Um besonders empfindliche Pflanzen vor Regen zu Schützen kann ein mobiler Regenschutz gebaut werden. Sie schlagen vier kurze Pfosten ein, zwei etwas höher. Die Oberkante bleibt etwa 10cm über der höchsten Pflanze. Ein Rahmen aus Holzlatten wird mit PE-Folie bespannt. Zwischenstreben werden alle 50cm eingezogen, um Ausbeulen zu verhindern. Den Rahmen nageln Sie auf den Pfosten fest, Durch die beiden höheren Pfosten entsteht ein Gefälle sodass das Wasser abfließen kann.

 

  • Zur Verbesserung des Schutzes können die Pflanzen mit Laub abgedeckt und die Seiten mit Folie so geschlossen werden, dass ein Lüftungsschlitz von 5 – 10 cm bleibt.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der gute Wasserabzug einer Trockensteinmauer bietet günstige Bedingungen für Sukkulenten und der erhöhte Stand lässt auch kleine Pflanzen gut zur Geltung kommen: Sempervivum, Sedum, Orostachys, Maihuenia, Escobaria sneedii

 

 

 

 

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Escobaria sneedii

In Pflanzgefäßen sind auch die Winterharten mobil. Da sie rascher austrocknen als ein Beet muss gegebenenfalls gegossen werden. Im Balkonkasten muss das Wasserreservoir ausgebaut werden. Opuntia hystricina-Hybr. verschiedene Farben, Opuntia fragilis verschiedene Arten, Sempervivum, Delosperma

 

 

 

 

 

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Sempervivum arachnoideum Hookeri

 

Unter dem Dachüberstand ist es relativ trocken und an der nach Süden exponierten Wand wird es recht warm, gute Bedingungen für: Cylindropuntia imbricata, Opuntia engelmannii, andere Opuntia-Arten, Echinocereus triglochidiatus, Sempervivum, Sedum.

 

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Opuntia hystricina